Umnutzung eines Kinderzimmers zum barrierearmen Bad

Die Umnutzung eines ehemaligen Kinderzimmers zu einem barrierearmen Bad folgt dem Leitgedanken, Wohnraum an veränderte Lebensphasen anzupassen, ohne dessen Großzügigkeit und Wohnlichkeit zu verlieren. Der Entwurf setzt auf eine offene, klar strukturierte Raumorganisation, die Bewegungsfreiheit, Orientierung und Tageslicht in den Mittelpunkt stellt.

Die Dusche ist als bodengleicher, schwellenloser Bereich ausgebildet und wird durch eine raumhohe, feststehende Glasscheibe gefasst. Sie definiert den Nassbereich, ohne den Raum optisch zu trennen. Der Zugang zur Dusche erfolgt offen, ohne Tür, wodurch eine intuitive und barrierearme Nutzung ermöglicht wird.

Ein bodentiefes Fenster sorgt für natürliche Belichtung und visuelle Weite. Transparente und transluzente Glaselemente leiten das Tageslicht bis in die Tiefe des Raumes und schaffen gleichzeitig diskrete Zonen. Das WC ist durch eine teilhohe Glaswand vom übrigen Raum abgeschirmt – ausreichend für Privatsphäre, ohne Enge zu erzeugen.

Umnutzung eines kinderzimmers zum barrierearmen Bad
Barrierefreie Dusche mit Glastrennwand. Einbauschränke im Bad
Barrierefreie Dusche mit Glastrennwand.WC mit Glastrennwand, Sitzbank aus Holz mit beleuchteter Ablage

Privater Luxus-Spa-Bereich

Der Spa-Bereich, der gleichzeitig als Masterbad fungiert,ist als klar strukturierter, zusammenhängender Raum konzipiert, der Innen- und Außenbereiche funktional und visuell miteinander verbindet. Die Gestaltung folgt einem reduzierten architektonischen Ansatz mit ruhiger Materialwahl und klaren Raumkanten.

Zentrales Element des Innenraums ist das Wasserbecken, das flächenbündig in den Boden integriert ist. Die großformatigen Boden- und Wandfliesen in zurückhaltenden Grautönen schaffen eine homogene Oberfläche und unterstützen die ruhige Raumwirkung. Integrierte Unterwasserleuchten sorgen für eine gleichmäßige Ausleuchtung und betonen die Geometrie des Beckens.

Die Sauna ist unmittelbar an den Poolbereich angebunden und in Holz ausgeführt. Ein feststehendes Glaselement fungiert gleichzeitig als Saunatrennwand und ermöglicht Blickbeziehungen in den Außenraum. Dadurch entsteht eine visuelle Verbindung zwischen Sauna, Terrasse und Garten.

Der Übergang in den Außenbereich erfolgt über bodentiefe Schiebetüren. Die vorgelagerte Terrasse ist mit Holzdielen ausgeführt und nimmt den Ruhe- und Fitnessbereich auf. Parallel zur Fassadenlinie angeordnet, schließt der Outdoorpool den Spa-Bereich ab und bindet diesen in den Gartenraum ein.

Das Gesamtkonzept zeichnet sich durch klare Zonierungen, kurze Wege und eine durchgängige Material- und Formsprache aus. Der Spa-Bereich ist als integraler Bestandteil der Architektur konzipiert und verbindet Funktion, Raumkontinuität und Außenbezug in einer zurückhaltenden, präzisen Gestaltung.

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